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Posts mit dem Label "Meetings" werden angezeigt.

Fables Day

Meine bisherigen Posts zu Meetings sollten meine Grundhaltung klar gemacht haben:  Ich halte die meisten Meetings (mehr als 90%) für Zeitverschwendung . Ein Meeting ist hierbei für mich ein feststehender definierter Termin, an dem mehr als zwei Leute teilnehmen. Jetzt hatte LazyMBAStudent schon vor ein paar Wochen im Kommentar  darauf hingewiesen , welche tollen Tricks es doch gäbe, um Meetings effizienter zu gestalten: Agenda, Moderator, sinnvoller Personenkreis, ... Ein ganzer Post zu dem Thema findet sich bei  karrierebibel.de : „ Zeitfresser Meetings – 9 ultimative Tipps für bessere Meetings “. Den Link habe ich durch die  Webschau des Blicklogs  gefunden (Fan!). Ich persönlich bin mit Adjektiven wie ultimativ immer etwas vorsichtig. Was solche Tipps suggerieren, ist, dass die Probleme mit Meetings rein prozeduraler Natur sind. Indem man aktiv den Prozess steuert, wird aus einem langweiligen Jour Fixe und Foxi ein flippiger  Fables Day , um in der Com...

Jour Fixe und Foxi

Bisher hatte ich noch bei fast jedem Kunden die Ehre, einmal die Woche am Jour Fixe teilzunehmen. Fixe kommt übriges nicht von fix wie flott, sondern fixe wie fest vereinbart. Mein Hass auf Meetings rührt zu einem nicht unwesentlichen Teil von der übermäßigen Teilnahme an Jours Fixes her. Der Jour Fixe ist eine Projektmanagement-Institution. Das ganze Projektteam trifft sich regelmäßig zu einem fest vereinbarten Zeitpunkt und bespricht aktuelle Projektthemen miteinander. Dahinter stehen ein paar Überlegungen: Jedes Projekt hat einen regelmäßigen Abstimmungs- und Organisationsbedarf. Es ist effizienter Punkte, die alle Projektmitglieder betreffen, im Plenum zu diskutieren. Der Austausch zwischen allen Mitgliedern des Projekts ist wichtig. Kurzfristig Termine zu vereinbaren, zu denen alle können, ist schwer. Die Ironie des Jour Fixe besteht darin, dass er genau das Problem verschärft, dem man durch den Jour Fixe begegnen will: die vollen Terminkalender der Mitarbeiter (4). Ein ...

Meeting-Manie

A ist immer im Unternehmen unterwegs: Meetings, Meetings, Meetings. Für viele Fragen gilt A als kompetenter Ansprechpartner. A lebt geradezu auf in Meetings. Er diskutiert mit, hält sich nicht zurück und bringt neue Ideen ein. Das Tagesgeschäfts leidet unter A's häufiger Abwesenheit. Man erreicht ihn schwerlich. Seine laufenden Aufgaben erledigt A auch nicht fristgerecht. Stattdessen sitzt er im Jour Fixe der Nachbarabteilung und diskutiert über den neuen Briefkopf. Neben dem Tagesgeschäft leiden auch einige Kollegen unter A. Während A's Diskutierfreude beim ersten Meeting als positive Eigenschaft wahrgenommen wird, ändert sich die Wahrnehmung schnell. A beansprucht überproportionale Redezeit für sich. Wenn A dabei ist, können Tagesordnungspunkte, die nur kurz berichtet werden sollen, zu Diskussion von mehr als dreißig Minuten ausarten. Und während A's Wille noch einmal eine Sache von Anfang an aufzurollen als innovativ betrachtet werden kann, sehen viele Kollegen dies ...

Meeting-Dependenz

B hat eine halbe Stelle. Sie kommt um 8h und geht um 12h. Ihre Arbeitszeit ist knapp bemessen. Trotzdem bemüht sie sich, auf alle Meetings zu gehen, auch zu Themen, bei denen ihre Anwesenheit nicht vorausgesetzt wird und die sie nur periphär betreffen. Sie verschiebt sogar ihre normalen Arbeitszeiten, um ein unwichtiges Meeting am Nachmittag zu besuchen. In den Meetings selbst ist B inaktiv. Man könnte fast vergessen, dass sie überhaupt da ist. Und genau das geschieht sogar: Man wartet nicht auf sie. Weil man sich nicht sicher ist, ob und wann sie überhaupt kommt. Und weil man nicht auf ihren Input angewiesen ist; sie sagt ja so selten was. In solchen Situation fühlt B sich äußerst brüskiert und beschwert sich bei ihrem Vorgesetzten. Ebenfalls sehr empfindlich reagiert sie, wenn sie erst gar nicht eingeladen wird... B ist meeting-dependent. Meeting-Dependenz äußert sich in verschiedenen Verhaltensweisen, die am obigen Beispiel deutlich werden: B versucht an jedem Meeting teilzuneh...

Meeting-Klaustrophobie

Die Teilnahme an Meetings induziert bei mir langsam eine Art Meeting Klaustrophobie. Man ist in einem engen Raum eingesperrt und hat keinen Einfluss darauf, wie lange man bleiben muss. Stattdessen steuert die Person vorne den Verlauf. Es gibt sehr strenge soziale Normen, was für Verhalten den gelangweilten Zuhörern gestattet ist. Ein Kunde hat mir mal gesagt, ich dürfe keine Notizzettel bekriggeln, das würde Desinteresse signalisieren. Dabei war damals durch meine Wortbeiträge klar belegt, dass ich dem Vortrag inhaltlich gefolgt war. Einem ADHS Kiddy auf Ritalin Entzug hilft es eben, beschäftigt zu sein. Immerhin gab mir der Kunde den Tip, Protokoll zu schreiben, um mich zu beschäftigen. Für den Vortrag selbst gibt es kaum Normen, weder was die Qualität noch die Länge des Vortrags betrifft. Hey, meine Aufmerksamkeit ist nach 40min weg (Dauer einer US-Serienstunde). Und wenn ich mich schon angepasst verhalten muss, wäre ein spannender Vortrag doch wohl auch an der Reihe? Da die Ding...