Montag, 1. Dezember 2008

Montag vs Freitag

Nominell gesehen ist der Montag mein Horrortag. Ich stehe viel zu früh auf, um dann viel zu lang Bahn zu fahren. Im Anschluß arbeite ich dann noch acht Stunden, damit mein Arbeitgeber den vollen Tagessatz fakturieren kann. Im Vergleich hierzu sollte Freitag der entspanntere Tag sein. Ich stehe normal auf, arbeite vier bis fünf Stunden und fahre dann nach Hause, wo ich zwischen sieben und acht Uhr abends ankomme. Und trotzdem ist es der Freitag, der mich ankotzt.

Kurz zum Montag: Montag ist sowieso ein Tag, den ich der Arbeit schenke. Ob ich um vier oder acht Uhr aufstehe, hebt oder senkt meine Lebensqualität in keiner Weise. Hingegen ist es ein dramatischer Unterschied, ob ich am Freitag um 19h zu Hause bin oder erst um 23h: Freitag Abend beginnt meine Freizeit. Was das Bahnfahren angeht, ist der Montag viel entspannter. Durch das frühe Aufstehen, bin ich total müde und mir gelingt es meistens noch zwei bis drei Stunden in der Bahn zu schlafen. Die Züge sind Montag morgens leer, ich brauche nicht reservieren und kann mich an einem Vierertisch breit machen. Ganz anders Freitag nachmittags: Bundeswehr, Kegelklubs und Geschäftsreisende verstopfen die Züge. Ich kann nicht schlafen und es ist einfach unruhig. Arbeiten am Freitag ist auch ein Witz. Was immer ich bisher am Freitag "noch" fertig machen wollte, ist nicht fertig geworden. Die einzige Auswirkung war immer, daß ich zu spät losgekommen bin und s.o. das auf Kosten meiner Freizeit ging.