Freitag, 30. Januar 2009

Meine Woche im Steigenberger

Letztes Wochenende war ich gerade dabei, mich in mein Standardhotel einzuchecken. Da bemerkte ich, dass das Steigenberger ein Sonderangebot hatte (promotional offer). Damit war es nur noch drei Euro außerhalb meiner Hotelkostenbandbreite (range), so dass ich zuschlug. WLAN sollte auch noch drin sein.

Drei Nächte später bereue ich meine Entscheidung. Zuallererst: WLAN war nicht im Preis mit drin, sondern nur zu "Sonderkonditionen" verfügbar (10€ für vier Stunden). Die Fernbedienung war so gestaltet, dass ich mehrfach knapp davor war, einen dämlichen Will Ferrell Film über PayTV zu bestellen. Das Zimmer war genau 16m2 groß, was für 4-Sterne-Hotels die Mindestanforderung ist. Auch hatte ich eine Badewanne, die ebenfalls vorgeschrieben ist, die gleichzeitig als Dusche diente. Die Flasche Wasser sollte 5,20€ kosten. Zu den 5,20€ habe ich neun Cent dazu gelegt und habe mir dafür bei McDonald's ein ganzes Menü gekauft.

Bei meinem Standardhotel, ein 3-Sterne Etablissement, sind die Zimmer größer als die Norm. Die Einrichtung ist zwar etwas billig, aber ich habe einen LCD-Fernseher. WLAN ist im Preis enthalten und mein gratis Mineralwasser wird sogar nachgefüllt. Etwas helfen tut mein Profistatus. Ein anderes Hotel vor Ort bietet Premiere umsonst an und Zugang zum Fitnesscenter. Man sieht, es geht doch.

Deswegen verstehe ich es nicht, warum teure Hotels häufig Service-Wüsten sind? Alles kostet extra. Eine Flasche Wasser, die im Einkauf einen Euro kostet, wird für 5 Euro vertrieben. Internet wird überteuert verkauft. Frühstück ebenso. Geht es nicht anders?

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