Freitag, 30. Januar 2009

Lehman und der Einlagensicherungsfonds

In den letzten Tagen ging eine kleine Meldung über den Ticker, deren Bedeutung wahrscheinlich nicht jedem klar ist. Dort stand, dass die Kunden der deutschen Lehman Brothers Tochter direkt vom Staat entschädigt werden statt durch den Einlagensicherungsfonds der Privatbanken, der eigentlich zuständig wäre. Der Schaden bei der deutschen Lehman Tochter betrug ungefähr 7 Mrd Euro und es betraf primär institutionelle Investoren. Instutionelle Investoren = Leute, die das professionell machen.

Im Kern zeigt dieses Beispiel, dass der Einlagensicherungsfonds der Privatbanken nicht in der Lage ist, den Ausfall einer kleinen Privatbank zu entschädigen. Die "Garantie" als solche ist nicht besser als die in Island. Mit dem Unterschied, dass der deutsche Steuerzahler bei deutschen Banken ohne Murren für die Kunden aufkommt. Der Witz an der Sache ist, dass es bei Kaupthing wohl noch Vermögenswerte gibt, die die Einlagen decken. Bei Lehman UK wurden kurz vor der Pleite riesige Beträge in die USA geschafft und es klafft ein Milliardenloch. So viel zur deutschen Bankenaufsicht.

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