Dienstag, 28. April 2009

Campen beim Kunden

Unter Beratung und Projektgeschäft versteht man meistens kurzfristig, zeitlich endliche Tätigkeiten. Wer sich dann zB. in IT-Abteilungen großer Banken umsieht, wundert sich, wie viele Mitarbeiter Externe sind und trotzdem schon seit Jahren dabei. Ein Kunde meinte mal zu mir, dass es einen Externen gäbe, der schon seit fast zehn Jahren vor Ort ist.

Mit der Zeit verschwinden die Grenzen. Ich bin mit den meisten Internen mittlerweile auf "du". Ich kenne die auch mittlerweile eine Reihe von Externen. Und mein Projektleiter fragt schon die ganze Zeit nach, inwiefern er mich auch bei meiner neuen Firma kriegen könnte. Mein neuer Chef hat deswegen heute auch schon gefragt. Das heißt, ich könnte gut auch noch das nächste Jahr hier vor Ort bleiben, sprich beim Kunden campen. Ich möchte aber nicht.

Es ist jetzt bald ein Jahr, dass ich hier vor Ort bin. Wie dargestellt, bin ich nicht im Zentrum der Republik. Der Fahrtweg ist lang und ich bin fernab vom Office. Ich würde ungern in einer neuen Firma anfangen und dann für die nächsten Jahre erst einmal wieder auf Tauchstation gehen. Wenn ich das wollte, könnte ich mich auch als Freelancer verdingen und den Tagessatz privat einstreichen.

Weiterhin ist es so, dass ich seit einiger Zeit vom Hotelleben genervt bin. Meine Kollegen sind mittlerweile alle weg (sprich kein Abendprogramm) und mittags esse ich allein. Abends sitze ich dann im Hotel, spiele Civ oder schreibe Blog. Wow ...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen