Donnerstag, 4. Juni 2009

Cashflow Steuerung für Berater

Wer aufmerksam die delicious Links verfolgt, sieht, dass ich angefangen habe, meine Ausgaben online zu verwalten. Auslöser hierfür war, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben im Soll auf meinem Girokonto war. Was war passiert?

Als reisender Berater hat man viele Ausgaben. Hotel, Taxi, Essen, Bahn oder Flugzeug. Das sind schnell 500€ pro Woche, die man vorstreckt. Für die großen Ausgaben hat man eine Kreditkarte mit verlängertem Zahlungsziel (zum nächsten Monatsende, also Ausgaben im Mai werden Anfang Juli abgerechnet). Die kleineren Ausgaben laufen bar. Weiterhin kriegt man die Pauschalen erst mit der Reisekostenabrechnung ausgezahlt.

Wenn man seine Reisekosten umgehend abrechnet, kann man bei diesem Modell seinen Kontostand aufhübschen. Die Reisekosten sind im Schnitt einen Monate früher auf dem Konto als die Abbuchung durch die Kreditkartenfirma erfolgt, so dass man im besten Fall 2000€ netto mehr zur Verfügung hat. In meinem Fall (günstige Hotels, Bahn statt Flugzeug) sind es ca. 1300€. Sowas kann gefährlich sein, wenn man die 1200€ mit eigenem Geld verwechselt und dann einen längeren Urlaub macht oder wieder ins Office kommt.

Als ich mit dem Reisen angefangen habe (und die Zinsen hoch waren), habe ich jede Woche zu Hause meine Belege erfasst und in die Post geschmissen. Mit der Zeit wurde mein Enthusiasmus geringer (wie dieTagesgeldzinsen). Reisekosten abrechnen war etwas, was mein Wochenende reduzierte, zur Post zu laufen ebenfalls, so daß ich am Ende einmal pro Monat abgerechnet habe. Die Buchhaltung brauchte meistens ein bis zwei Wochen, um meine Abrechnungen zu bearbeiten, so dass es 1200€ waren, die mir weniger zur Verfügung standen. Das macht sich wirklich bemerkbar. Am Ende war es dann so, dass wegen der zahlreichem Mai-Feiertage meine Reisekosten einen Tag zu spät kamen, so dass ich für einen Tag ins Minus rutschte.

Abgesehen von meinen Kontostand konnte ich am Ende auch nicht mehr sagen, wie meine finanzielle Situation an sich ist. Das Ein- und Ausbuchen und Reisekosten führte zu einer Unschärfe von 1200€ bei meinem Kontostand, so dass ich wirklich unsicher war, wohin mein Geld ging und wieviel ich eigentlich hatte. Deswegen habe ich mit einem Onlinehaushaltsbuch angefangen. Dort gibt es ein Konto Reisekosten, auf das ich alles umbuche, was ich per Kreditkarte oder bar bezahle, so dass netto mein Kontostand davon nicht berührt wird. Er sieht noch gut aus.

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