Donnerstag, 25. Juni 2009

Fröhliches Insolvenzraten

Opel verbrennt täglich 5 Mio €, trotz des neuen Insignia und trotz der Abwrackprämie, die doch die Nachfrage nach Corsas etc. in die Höhe hat schnellen lassen. Die Übernahme durch Magna ist noch nicht abgeschlossen, weil GM eine Rückkaufoption haben möchte. Bei GM haben sie über die Zukunft nachgedacht und festgestellt, dass es schwer ist, Skalenvorteile im Automobilbau zu realisieren, wenn man keine Autos in Europa verkauft... Mal sehen, wie lange die deutsche Staatsknete reicht, bis es zur Marktbereinigung kommt.

Bei Quelle geht es auch heute drunter und drüber. Horst Seehofer versucht weiterhin den Versandhandel zu retten; der Massekredit soll es richten. Für jemanden in seiner Lage ist das auch verständlich. Als Politiker hat er ohnehin viel zu tun. Dazu seine familiären Verpflichtungen. Wo soll er die Zeit hernehmen, normal einzukaufen? Mit dem Internet mag er nicht, so dass auf den guten alten Katalog angewiesen ist. Mein Tip: Das ausländische hamburgerische Familienunternehmen Otto vertreibt ebenfalls per Katalog.

Während die Politik jetzt noch fleißig versucht, das Unvermeidbare zu verhindern, frage ich mich, wen es als nächsten und als übernächsten trifft. Porsche ist im Rennen dank kreativer Optionsgeschäfte. LBOs sind immer für eine Insolvenz gut. TUI gilt schon länger als Problemkandidat. Spannend wird es, wenn es mal ein Unternehmen trifft, mit dem man nicht gerechnet hat. Ideen?

Kommentare:

  1. Mich würde mal interessieren, wofür die Opelaner eigentlich so viel Geld verbrennen. Zuwenig Auslastung und zuviele Löhne für unterbeschäftigte Mitarbeiter? Oder wohin geht der ganze Cash?

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  2. Die böse GM Europa Zentrale in Zürich wird es nicht mehr sein...

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