Direkt zum Hauptbereich

30min Arbeit pro Monat

Viele meinen, dass Berater für tolle, strategische Konzepte bezahlt werden, für gute Ideen, für neue IT-Systeme, sprich für die Dinge, die sie schaffen. Dass das ein Mißverständnis ist, ist klar: Es heißt schließlich Berater, nicht Macher.

Ein anderes Mißverständnis sind die Arbeitszeiten eines Berater. Man denkt an Überstunden und schuften bis zum Umfallen. Das mag nach außen so wirken. Meine Erfahrung im Job: Pro Monat arbeite ich 30min. Und das gilt so für alle Berater.

Dazu muss man verstehen, welche Aufgabe ein Berater hat. Dem Kunden dienen, gute Arbeit machen, ... Alles nur Mittel zum Zweck. Die Hauptaufgabe eines Beraters ist es, am Monatsende dafür zu sorgen, dass der Kunde seine Unterschrift auf den Stundenzettel setzt. Der unterschriebene Stundenzettel ist also das wesentliche Arbeitsergebnis.

Und damit zur Rechnung: Das Erfassen der Zeiten kostet mich pro Tag 1min, die Unterschrift zu kriegen dann noch einmal 10min. Macht in Summe 30min.

Kommentare

  1. Naja, du arbeitest vielleicht 30 Minuten... Ich nicht, ich lese Blogs.

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Finanzblog des Jahres? Sicherlich.

Dieser Blog wird ab morgen für den Finanzblog des Jahres Finance Blog of the Year nominiert sein. Die Organisatoren von Smava, einer P2P-Bank, haben mir einen entsprechenden Kommentar an meinen SOA Post  angehängt . Wobei sie verwundert bemerkt haben, dass ich überhaupt keine Kontaktdaten auf der Seite habe... KURZER HINWEIS: Der Blog ist anonym, weil ich ungern beim Kunden oder von meinem Chef darauf angesprochen werden möchte. Ich verdiene kein Geld mit meinen zwölf Lesern am Tag und habe auch keine Werbung. Gehostet wird er in den USA (blogspot.com). Deswegen spare ich mir auch das Impressum. Damit wäre dann auch klar, dass ich nicht gewinnen will. ;)

Wette: Stephan Kohn passiert gar nichts

Stephan Kohn ist ein seit kurzem beurlaubter Beamter des Bundesinnenministeriums. Er hatte in einem internen Papier, die Corona Strategie der Regierung angezweifelt und hinterfragt. Seine Grundfrage war, ob die Maßnahmen, die wir gegen Corona ergreifen, nicht mehr Leben kosten als Corona selbst. Es braucht keine großen Modellannahmen, um zu diesem Schluss zu kommen. In den Medien wurde er schnurstracks in die rechte Ecke sortiert und als Verharmloser tituliert. Die direkte Reaktion des BMIs war, ihn freizustellen und mit rechtlichen Schritten zu drohen, d.h. der Entfernung aus dem Beamtenstatus. Und ich stelle mich jetzt mal hin und wette, Stephan Kohn passiert gar nichts. Meine Begründung ist ziemlich einfach. Gerichtsverfahren sind immer mit Risiko für beide Parteien versehen. Das Risiko für Stephan Kohn ist überschaubar, weil schon eingetreten. Das Risiko für das BMI und Herrn Seehofer hingegen ist so groß, dass ich überrascht wäre, wenn es überhaupt zu einer Ver...

Berater-Weisheiten I: Einleitung und Spesen.

In meinem ersten Projekt hatte ich einen Kollegen K, den ich als meinen wichtigsten Lehrmeister des Beratertums betrachte. K war ein pfiffiger Kerl, der es verstand, das Maximale aus dem Job rauszuholen . Sein Mantra war, dass der Beraterjob nicht wegen des Lohns lohnend sei. Diesen könne man auch beim Kunden mit weniger Stress verdienen. Wahrscheinlich würde man beim Kunden sogar mehr kriegen. Aus K's Sicht lag der Reiz des Beraterjobs in den steuerfreien Pauschalen und den Reisekosten. Hierzu verwendete er verschiedene Optimierungsansätze, die ich kurz vorstellen möchte. Heute widme ich mich den Reisespesen. Ich muss vorab sagen, dass ich K regelmäßig bat, sein ungeheures Wissen zu publizieren. Leider kam es nie dazu und mittlerweile arbeitet er doch beim Kunden. Damit K's großes Fachwissen nicht verloren geht, möchte ich an dieser Stelle die wichtigsten Lektionen darstellen, die ich von ihm gelernt habe. Jedoch bedenkt, dass mein Wissen und meine Weisheit begrenzt sind, me...