Donnerstag, 27. August 2009

Sein eigener Türsteher sein

Vor langer Zeit hatte ich eine "Serie" zum Umgang mit zu viel Arbeit begonnen. Mit der war nach zwei Posts Schluss, weil ich mich dann anderen Themen gewidmet habe. Aus aktuellem Anlass werde ich heute damit fortfahren.

Wir saßen neulich im Restaurant und eine Freundin meiner Freundin beschrieb den Ärger, den sie auf der Arbeit hat. Sie hat seit längerer Zeit ein wichtiges Projekt, das sie voll fordert. Trotzdem hat ihr Chef ihr kurzfristig eine unwichtige und unnötige Zusatzaufgabe aufgedrückt. Erst für Anfang September, dann nach kurzer Diskussion für Mitte September. Es war nicht das erste Mal, dass ihr Chef sie auf diese Weise auf Trapp hält und sie von den wichtigen Aufgaben abhält.

Wer sich die Situation von außen anschaut, kann verschiedene Erklärungen für das Verhalten des Chefs identifizieren:

  1. Er schätzt seine Mitarbeiterin und möchte ihr durch das Zuteilen von Sonderaufgaben sein Vertrauen beweisen und ihr Möglichkeit geben, sich noch mehr im Betrieb zu beweisen.
  2. Er hat aus der Vergangenheit gelernt, dass seine Mitarbeiterin belastbar ist und auch mit kurzfristigen Zusatzaufgaben klarkommt. Sein Verhalten (schlechte Übersicht und Planung) wurde belohnt und wird weiter gezeigt.
  3. Er mißbraucht seine Authorität und ihre Hilfsbereitschaft.

Alle Erklärungen zusammen sind treffend. Es hilft aber nicht, die Motivation seines Chefs zu ergründen. Wichtig ist zu analysieren, wie man damit umgeht.

Man kann jetzt einfach mehr arbeiten. Das funktioniert auf die Dauer nicht. Etwas besser ist es, effizienter zu arbeiten. Am besten ist es aber, die Aufgabe gar nicht erst übertragen zu bekommen. Keine Arbeit ist weniger Arbeit als keine Arbeit. Wenn es um Arbeit geht, muss man deshalb sein eigener Türsteher werden.

1 Kommentar:

  1. hat bei mir heute leider nicht geklappt. mache die arbeit jetzt absichtlich so schlecht, dass ich in zukunft damit nicht mehr belästigt werde :P

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