Donnerstag, 9. September 2010

Iren und Griechen

Da will ich gerade schlafen gehen und stolpere über folgende Schlagzeile bei süddeutsche.de:
Da braut sich was zusammen
Von C. Gammelin und A. Oldag
Investoren lassen Irland auflaufen, die privaten Haushalte in dem Land sind stark verschuldet und viele Immobilien stehen leer: Die Angst vor griechischen Verhältnissen geht um.
Griechenland und Irland zu vergleichen finde ich mutig. Griechenland lebt über seine Verhältnisse, unterhält einen aufgeblähten Beamtenapparat, zahlt Renten an Tote und die Griechen strotzen nicht vor Lust, Steuern zu zahlen. Das sind primär politische Probleme, für die es politische Lösungen gibt: Steuern rauf, Misswirtschaft runter.

In Irland hingegen ist eine Immobilienblase sondergleichen geplatzt. Der Wohlstand, den die Bürger im eigenen Heim vermuteten, hat das Vorzeichen gewechselt. Der Bausektor liegt darnieder, immerhin für 20% der Wirtschaftsleistung verantwortlich. Die inländischen Finanzinstitute schlucken heftigst an den Boom-Krediten an ihre Landsleute. Und die ausländischen Banken am Standort haben schon bessere Tage am Ormond Quay erlebt... Ehrlich, ich wäre aktuell lieber griechischer Ministerpräsident als Taioseach, da weiß ich, was zu tun ist, und das Wetter ist auch netter.

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