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Ein Monat wie im Fluge

So ist das mit Metaposts. Ich schreibe übers Schreiben. Und dann schreibe ich einen ganzen Monat gar nicht mehr. Mein Beruf und Privatleben ließen mir wenig Zeit für dieses Hobby.

Heute kurz mal ein paar Gedanken des letzten Monats im Zeitraffer:
  • Oskar Lafontaine und Klaus Ernst haben in Paris im 4-Sterne Etablissement übernachtet, während weitere Linken-Mitglieder mit einem 2-Sterne Hotel vorlieb nehmen mussten. Das ist böse, jedenfalls für manche Parteimitglieder der SED PDS WASG Linken. 4-Sterne sichern einem in Frankreich geräumige 12 m2 zu. Wow. Und ich dachte, die beim Steigenberger wären sparsam. In diesem Sinne: Meine Grüße an Oskar, ebenfalls aus einem 4-Sterne Hotel.
  • Die (Lohn-)Steuer zu Abgaben Verschiebung erhielt diesen Monat wieder einen ordentlichen Schub. Unter dem Motto Steuervereinfachung bringt Schäuble 590 Mio € unter das Volk die Steuerzahler (Bezieher hoher Einkommen). Parallel dazu wurde die Gesundheitsreform à la Rösler verabschiedet, die die Sozialversicherungsbeitragszahler (Bezieher niedriger und mittlerer Einkommen) mit 6 Mrd € belastet und die versammelte Ärzteschaft und Apotheker schont (Bezieher hoher Einkommen). Entlastung kann so gut tun, wenn man oben dran ist.
  • Mit Irland brauchte der nächste Staat Rettungsgelder. Die angloamerikanischen Finanzmarktakteure zelebrieren das Ende des Euros. Und ich denke mir: Meine Güte, in den USA und Großbritannien stünde schon alles still, wenn nicht massiv die Notenpresse Geld drucken würde Eure Notenbanken per Quantitive Easing Staatsanleihen kaufen würden.

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Finanzblog des Jahres? Sicherlich.

Dieser Blog wird ab morgen für den Finanzblog des Jahres Finance Blog of the Year nominiert sein. Die Organisatoren von Smava, einer P2P-Bank, haben mir einen entsprechenden Kommentar an meinen SOA Post  angehängt . Wobei sie verwundert bemerkt haben, dass ich überhaupt keine Kontaktdaten auf der Seite habe... KURZER HINWEIS: Der Blog ist anonym, weil ich ungern beim Kunden oder von meinem Chef darauf angesprochen werden möchte. Ich verdiene kein Geld mit meinen zwölf Lesern am Tag und habe auch keine Werbung. Gehostet wird er in den USA (blogspot.com). Deswegen spare ich mir auch das Impressum. Damit wäre dann auch klar, dass ich nicht gewinnen will. ;)

Thomas Fischer bei der WestLB

2004 kam Thomas Fischer zur WestLB : Die WestLB stand damals vor einem Scherbenhaufen. Einerseits liefen die Landesgarantien auf EU-Weisung im nächsten Jahr aus. Andererseits hatte die Bank die Jahre zuvor durch riskante Investment Banking Geschäfte sehr hohe Verluste eingefahren. Trotzdem darf man die Situation der WestLB 2004 nicht mit ihrer Situation heute verwechseln. Bestimmte Geschäftsbereiche, z.B. Teile des Investment Bankings, galten im Landesbankensektor als attraktiv. Nicht umsonst waren die LBBW und Baden-Württemberg noch 2007 (vor der Finanzkrise) stark an einer Übernahme Fusion mit der WestLB interessiert. Thomas Fischer kam mit einem exzellenten Ruf von der Deutschen Bank. Dort saß er im Vorstand und war Hauptkonkurrent von Josef Ackermann um den Posten des Vorstandsvorsitzenden gewesen. Er war unterlegen und ging. Gehässig könnte man sagen zurecht; dazu später mehr.

Wette: Stephan Kohn passiert gar nichts

Stephan Kohn ist ein seit kurzem beurlaubter Beamter des Bundesinnenministeriums. Er hatte in einem internen Papier, die Corona Strategie der Regierung angezweifelt und hinterfragt. Seine Grundfrage war, ob die Maßnahmen, die wir gegen Corona ergreifen, nicht mehr Leben kosten als Corona selbst. Es braucht keine großen Modellannahmen, um zu diesem Schluss zu kommen. In den Medien wurde er schnurstracks in die rechte Ecke sortiert und als Verharmloser tituliert. Die direkte Reaktion des BMIs war, ihn freizustellen und mit rechtlichen Schritten zu drohen, d.h. der Entfernung aus dem Beamtenstatus. Und ich stelle mich jetzt mal hin und wette, Stephan Kohn passiert gar nichts. Meine Begründung ist ziemlich einfach. Gerichtsverfahren sind immer mit Risiko für beide Parteien versehen. Das Risiko für Stephan Kohn ist überschaubar, weil schon eingetreten. Das Risiko für das BMI und Herrn Seehofer hingegen ist so groß, dass ich überrascht wäre, wenn es überhaupt zu einer Verhandlung kommt